MAIN POST: Faschingsabend Hofstetten: Weinische Narrenprobe rund um den Rebensaft

Mit Schwung und Eleganz: Die Große Garde glänzte beim Faschingsabend in Hofstetten. Foto: Ferdinand Heilgenthal

War vor zwei Jahren das „Traumschiff Fähre“ noch das Thema des Bunten Faschingsabends der Blaskapelle Hofstetten, ging es diesmal bei der „Weinischen Narrenprobe“ in die Weinberge rund um Höscht, die allerdings erst noch im Entstehen sind.
Der „Weinkeller ASV-Sportheim“ hat zwar nicht die Ausmaße und das Ambiente des Residenzkellers in Würzburg, aber auch im Sportheim waren die Plätze restlos besetzt, und die Stimmung passte ebenfalls. Dafür sorgte das wie immer handgemachte Programm mit viel Musik, Tanz, Lokalkolorit und manchen Improvisationen, die allen Generationen im Publikum und den Akteuren gleichermaßen Spaß bereiteten.
Die zünftige Einstimmung erfolgte mit dem Frankenlied durch die 20 Musikanten der  „Höschter Moust-Brass-Band“ und einer stimmgewaltigen a Cappella-Einlage. Anschließend führte rotwangig, in eine Toga gehüllt und mit Reben geschmückt, der „Bacchus vom Massebücher Osthang“, Sebastian Dehler, durch das fünfstündige Programm. Nach seinen neuesten Erkenntnissen wollte Balthasar Neumann wohl den Weinkeller für die Würzburger Fürstbischöfe tatsächlich nach Höscht bauen, was letztendlich am sandigen Untergrund scheiterte. Daher stehe jetzt ein Sportheim an dieser Stelle.
Den Reigen der Gardetänze eröffneten die nach ihrer Trainerin Stefanie Rumpel benannte „Rumpelgarde“ mit den jüngsten Akteuren der ASV-Tanzgarden und die Purzelgarde. Wie auch die Tänzerinnen der sportlichen „Mittleren Garde“ und die Mitwirkenden der eleganten „Großen Garde“ kamen bei ihren mehrfachen Auftritten nicht um eine Zugabe herum.  
Bei den Sketchen und Beiträgen hinter dem großen Mostfass gab es manchen lokalen Bezug. Der „Häckers Karl“ berichtete von Besuchern der Tanzinsel, die nicht mehr wussten, wie man tanzt, und die „Kinder“ vom Ratequiz „Dingsda“ erfragten, dass mit Papas Kater nicht ein Haustier gemeint ist. Hans und Lissy Heilgenthal überlegten, welche Weinsorten man in Höscht anbauen kann und wie die Lagen benannt werden sollen. Eindeutiger Favorit war der „Gäsberch“ mit allen Variationen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt eines Gastes aus der Schweiz. Nachdem sie mühsam auf die Bühne gekrochen war, warb Karola Markert als Weinbergschnecke Burgunda für die Entschleunigung im Leben. Sieben Zentimeter in einer Minute genügen ihr beim Joggen: „Ich glaube nicht, dass Sie das auch schaffen, wenn Sie ihr Haus auf dem Rücken tragen.“
Der „Boxgebeutelte Blechhaufen“ gab seine Kalauer im Stil der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ zum Besten, und die Kandidatinnen zur Wahl der Weinprinzessin hatten mit den Fragen auf den Anmeldeformularen zu kämpfen. Zwischendurch staunten die Besucher darüber, wie man aus einem Tischset einen Hut für alle Fälle zaubert und welche Probleme man bekommen kann, wenn man versteckte Weinflaschen durch einen Lattenzaun holen will.
Der neue Kellermeister kam beim Verkosten des Weins zu Erkenntnissen, die nicht nur mit dem Rebensaft zu tun hatten, und zu guter Letzt legte das Männerballett eine kesse Sohle aufs Parkett. Die zwölfköpfige Truppe entführte die Besucher ins Ausland nach Oberbayern und glänzte mit Schuhplatteln und artistischen Einlagen als Wintersportler.
Die Tanzgarden der ASV-Hofstetten treten am Freitag, 21. Februar,  19 Uhr, noch einmal im Sportheim beim „Faschingsabend mit Partytänzen“ auf. Der Eintritt ist frei.

Die Mitwirkenden

Rumpelgarde und Purzelgarde: Jens Höfling, Katharina Graf, Sven Höfling, Amelie Madaler, Klara Amend, Finja Scheller, Hannah Hepp, Alena Noel, Leandra Bayer, Frieda Heitz, Lara Merkle. Trainerinnen: Stefanie Rumpel, Madlen Riedmann und Christin Breitenbach.

Mittlere Garde: Zoe Fasel, Anna Fella, Antonia Rüger, Maximilian Bald, Nicolai Madaler, Luca Krebs und Lara Lippert. Trainerin: Marlena Menkel, Katarina Bald.

Große Garde: Theresa Schmiedl, Julia Rüb, Katharina Scheller, Louisa Hautzinger, Daniela Weber, Franziska Lahrs, Christin Breitenbach, Isabel Haas, Stephanie Schmiedl. Trainerin: Stephanie Schmiedl.

Moderation: Sebastian Dehler.

Weinbergschnecke Burgunda: Karola Markert.

Häckers Karl: Philipp Heilgenthal.

Dingsda: Sara Hartmann, Teresa Sitter, Martina Müller, Sebastian Dehler.

Boxbeutel-Blechhaufen: Sara Hartmann, Niklas Müller, Maximilian Bald, Lukas Fromm, Lukas Müller, Martina Müller, Andreas Fasel und Philipp Heilgenthal.

Der neue Kellermeister: Philipp Heilgenthal, Sara Hartmann, Niklas Müller.

Weinprinzessinnen: Christina Amend, Verena Heitz.

Ein Hut für alle Fälle: Lukas Müller, Lukas Fromm, Niklas Müller.

Wein am Zaun: Martina Müller, Lukas Fromm, Teresa Sitter.

Männerballett: Heiko Breitenbach, Patrick Bald, Maximilian Kanzler, Sebastian Röder, Jonas Röder, Sancio Marras, Tobias Müller, Lukas Müller, Marco Riedmann, Jan Hirsch, Alexander Lahrs, Sebastian Furth. Trainerin: Christin Breitenbach.

Bühne und Technik: Florian Salomon, Daniel Rüb und Patrick Bald.

Die „Kinder“ vom Ratequiz „Dingsda“ erfragten, dass mit Papas Kater nicht ein Haustier gemeint ist. Foto: Ferdinand Heilgenthal
Karola Markert warb als Weinbergschnecke Burgunda für die Entschleunigung im Leben. Foto: Ferdinand Heilgenthal
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