MAIN POST: Närrische Antwort auf Trump: America first, Höscht second

Bericht von Ferdinand Heilgenthal
Familiär, ohne Anspruch auf Perfektion, aber mit originellen Sketchen und Tänzen sowie einigen Spritzern Lokalkolorit präsentierte sich an zwei Tagen der bunte Faschingsabend der Allgemeinen Sportvereinigung (ASV) Hofstetten.

Am Freitag blieben trotz der zeitgleich laufenden Kultsendung „Fastnacht in Franken“ nur wenige Plätze leer, am Samstag war das Sportheim ausverkauft und mit Bürgermeister Jürgen Lippert und seiner aus Hofstetten stammenden Frau Annette das Prinzenpaar aus Seifriedsburg zu Gast. Sie führten zur Pause auch die Polonaise an – „und alle folgen dem Bürgermeister“, stellte ASV-Vorsitzender und Moderator Christoph Rüb fest.

 

Worin besteht der Sinn des Lebens

Rüb ging mit seinem Vortrag „Wissen vor Acht“ als Erster in die Bütt und fragte nach dem Sinn des Lebens, wenn man statistisch gesehen fast ein Drittel davon verschläft, auf dem Klo verbringt oder in Endlos-Warteschleifen rumhängt. Im mit Stimmungsliedern und Schunkelwalzern aufgelockerten Programm glänzten neben den Wortbeiträgen die drei Garden und zum Schluss das Männerballett.

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war auch zu Gast und schien sich im Sportheim wohlzufühlen, schritt grüßend durch die Reihen und nahm den Werbespot der Höschter Narrenjugend zur Kenntnis: „America first, Höscht second“. Es gebe da viele Parallelen. Zwar haben die Höschter keinen Trump Tower, aber immerhin einen „Sendetower“.

Auch Hofstetten schützt sich gegen illegale Einwanderer

Außerdem kenne man das Problem mit illegalen Einwanderern am Fuße des Geisbergs auch. Zum eigenen Schutz werde vor Ort ebenfalls eine Mauer gebaut und obendrein habe man ein großes Wasser als Hindernis entstehen lassen. Die Brücke darüber wird jetzt abgerissen und die unerwünschten Einreisenden schicke man massenweise mit einem Schiff zurück nach L.A.: „Gemünne must pay for it.“

Mit „Bayerisch Menthol“ veränderten zwei Männer ihre Dialekte nach Belieben, um den beiden Schönheiten im Café näher zu kommen. Anschließend ließen sich zwei Putzfrauen in original Höschter Mundart über die Männerwelt und ihre Vereinsverpflichtungen aus. Vor komplizierte Rechenaufgaben stellten das Nachwuchstrio das Publikum. „Rehlein und Mo“ berichteten, wie es im Himmel zugeht. Wie kompliziert es ist, in der Mittagspause ein Sandwich zu essen, bewies Mr. Bean.

Tosender Applaus für die Akteure

Die Besucher erfuhren beim Sketch „Arztbesuch“, dass sich ein Pflaster auch ohne Vollnarkose entfernen lässt. Drei sachkundige Zecher nahmen die gängigsten Trinkgepflogenheiten aufs Korn. Das Publikum feierte die drei in fantasievollen Kostümen auftretenden Garden für klassische Auftritte und Showtänze. Nach den Darbietungen der muskelbepackten Sumo-Ringer des Männerballetts gab es nach vier Stunden kurzweiliger Unterhaltung tosenden Applaus für die heimischen Akteure.